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Massivparkett oder Fertigparkett: Welcher Boden passt besser zu Ihrem Zuhause?

Parkett  •  Vergleiche  •  29.06.2026

Bodenbelag-Experte

Stefan Domke

stephan domke avatar
Direkter Vergleich von Mehrschichtparkett (links) und Massivholzparkett (rechts) mit Etiketten in deutscher Sprache.

Zusammenfassung

Wenn Sie einen neuen Parkettboden planen, stehen Sie irgendwann vor der Frage:  “Massivparkett oder Fertigparkett – Was ist besser?” 

Beide Bodenbeläge sind hochwertig, bestehen aus echtem Holz und halten bei richtiger Pflege über viele Jahre. Trotzdem unterscheiden sie sich erheblich, wenn es z. B. um Anschaffungskosten, Renovierfähigkeit und Verlegung geht.

Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wo die echten Unterschiede liegen, welche Variante für welche Wohnsituation passt und wie Sie typische Fehlkäufe vermeiden.

Im Ausstellungsraum sind verschiedene Holzfußbodenmuster in unterschiedlichen Farben und Mustern ausgestellt.

Für eine schnelle Entscheidung: Wann ist Massivparkett besser, wann Fertigparkett?

Die folgende Auflistung soll Ihnen vorab eine grobe Orientierung geben, bevor wir in die Details einsteigen:

Massivparkett ist empfehlenswert, wenn Sie …

  • sich für Ihren Fußbodenbelag die maximale Häufigkeit an Abschleifen wünschen.
  • nach einem robusten Boden suchen, der Jahrzehnte ohne Austausch halten soll. 
  • über ein ausreichendes Budget für Anschaffung und Verlegung verfügen. 
  • Ihren Räumen mit unterschiedlichen Verlegemustern eine besondere Optik verleihen möchten, durch z. B. Landhausdielen, Fischgrät- oder Tafelparkett.

Fertigparkett ist empfehlenswert, wenn …

  • Sie Ihren neuen Bodenbelag auf einer Fußbodenheizung verlegen möchten. 
  • Ihr Raumklima (Luftfeuchtigkeit, Temperatur) schwankt. 
  • Sie Ihren Parkettboden in Eigenregie und schwimmend verlegen wollen. 
  • die Gesamtkosten planbar und überschaubar bleiben sollen.  
  • Sie einen robusten Boden mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis suchen.

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Was ist der Unterschied zwischen Massivparkett und Fertigparkett?

Der Unterschied zwischen Massivparkett und Fertigparkett liegt vor allem im Aufbau. Beide bestehen aus echtem Holz, sind aber verschieden konstruiert. Während Massivparkett aus einem Stück Holz gefertigt wird, besteht Fertigparkett aus mehreren Schichten

Der unterschiedliche Aufbau bewirkt unterschiedliches Verhalten in Bezug auf z. B. Formstabilität und Abschleifzyklen.

Massivparkett: Aufbau und Eigenschaften einfach erklärt

Massivparkett, auch als Massivholzparkett bekannt, besteht durchgehend aus einem einzigen Stück Vollholz. Es wird aus einem Stab gefräst, der umlaufend mit einem Nut-Feder-System versehen ist. Die Nutzschicht besteht sozusagen aus dem kompletten Holzstück.

Schematische Darstellung einer Massivholzdiele mit Angaben zur Oberflächenbehandlung, zum Massivholzmaterial, zur typischen Dicke und zu den Kantenausführungen sowie kurzen Beschreibungen auf Deutsch.
  • Die Elemente sind typischerweise zwischen 15 und 20 mm dick und werden meistens mit einer unbehandelten Oberfläche ausgegeben. 
  • Massivholzparkett kann sowohl schwimmend verlegt als auch vollflächig verklebt werden. 
  • Weil das Material zu 100 Prozent aus massivem Holz besteht, reagiert es stärker auf Veränderungen im Raumklima: Bei hoher Luftfeuchtigkeit dehnt sich das Holz aus, bei trockener Luft zieht es sich zusammen.
  • Als Parkettarten gibt es unter anderem:

Mosaikparkett

Moderner Flur mit verlegtem Würfelparkett in warmen Holztönen und schwarzen Glastüren.

Industrieparkett

Industrieparkett im Wohnzimmer verlegt

Tafelparkett

tafelparkett verlegen img

Schiffsboden

Gesamtansicht eines modernen Raums mit weißen Wänden, einer Anrichte, einem Esstisch und großen Topfpflanzen in Fensternähe. Der Schiffsboden in verschiedenen Farbtönen verleiht dem Raum Eleganz und macht ihn optisch interessant.

Fertigparkett: Aufbau und Eigenschaften einfach erklärt

Fertigparkett wird auch als Mehrschichtparkett bezeichnet. Je nach Anzahl der Schichten unterscheidet man hier zwischen Zweischichtparkett und Dreischichtparkett. Es wird ab Werk lackiert oder geölt geliefert und braucht daher nach der Verlegung keine Oberflächenbehandlung mehr. 

  • Fertigparkett als Zweischichtparkett:
Zwei Holzbretter im Querschnitt: Das obere ist mit „Nutzschicht“ beschriftet, das untere mit „Trägerschicht“, wobei Pfeile auf die jeweilige Schicht hinweisen.

Zweischichtparkett besteht aus zwei Holzschichten. Die obere Schicht ist die Nutzschicht, auf der später gelaufen wird. Die untere Schicht ist die Trägerschicht, die um 90° verdreht zur obersten Schicht verklebt wird und zur Stabilisierung dient. Zweischichtparkett ist für eine schwimmende Verlegung ungeeignet und wird deshalb immer vollflächig verklebt

  • Fertigparkett als Dreischichtparkett:
Dreischichtiger Holzwerkstoffboden mit deutschen Bezeichnungen: oberste Nutzschicht, Trägerschicht und unterste Gegenzugschicht.

Dreischichtparkett besteht aus insgesamt drei Holzschichten, von denen die untersten zwei als Trägermaterial dienen. Die dickere Mittelschicht (oft aus HDF) wird um 90° verdreht zur Nutzschicht verklebt und sorgt somit für weniger Spannungen im gesamten Parkettaufbau. Durch eine bessere Formbeständigkeit ist Dreischichtparkett für eine schwimmende Verlegung sehr gut geeignet.

Warum die Nutzschicht beim Fertigparkett so wichtig ist

Die Nutzschicht ist die sichtbare Edelholzschicht an der Oberfläche des Fertigparketts. Die Stärke dieser Nutzschicht entscheidet darüber, wie oft Sie den Boden abschleifen können:

  • Dicke 2–3 mm: in der Regel ein- bis zweimal abschleifbar
  • Dicke 4–5 mm: bis zu dreimal abschleifbar
  • Dicke ab 6 mm: lässt sich mehrfach abschleifen
  • Dicke unter 2 mm: kein echtes Abschleifen mehr möglich

Tipp

Achten Sie beim Kauf von Fertigparkett immer auf die Stärke der Nutzschicht! Sehr günstige Varianten haben oft nur eine Dicke von 2 mm oder weniger.

Massivparkett vs. Mehrschichtparkett: Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

Kriterium Massivholzparkett Fertigparkett / Mehrschichtparkett
Aufbau Durchgehend massives Holz, meist aus einer Holzart 2 oder 3 Schichten mit Edelholz-Nutzschicht oben und Trägerschicht darunter → dritte Schicht ist der Gegenzug 
Stärke je nach Parkettart ca. 15 bis 22 mm
★★★★★
je nach Aufbau und Hersteller ca. 10 bis 16 mm
★★★★☆
Nutzschicht Nicht die gesamte Stärke ist praktisch nutzbar, aber es gibt deutlich mehr renovierbare Holzsubstanz als bei Mehrschichtparkett.
★★★★★
Meist ca. 2,5 bis 6 mm, aus Edelholz
★★★☆☆ bis ★★★★☆
Abschleifbarkeit
(pro Schleifvorgang werden ca. 1 mm Nutzschicht abgeschliffen) 
Mehrfaches abschleifen möglich, häufig ca. 5 bis 8 Mal, abhängig von Stärke, Verlegeart und Zustand
★★★★★
Meist ca. 1 bis 3 Mal, bei starker Nutzschicht auch öfter möglich
★★★☆☆
Nutzungsdauer Sehr lange Nutzungsdauer, bei guter Qualität und Pflege 50 bis 100 Jahre möglich
★★★★★
Lange Nutzungsdauer, häufig ca. 20 bis 50 Jahre
★★★★☆
Einsatz auf Fußbodenheizung Möglich, aber anspruchsvoller. Holzart, Stärke, Klebung und Restfeuchte müssen passen.
★★★☆☆
In der Regel besser möglich, bei geeigneter Holzart, geeigneter Dicke und vollflächiger Verklebung.
★★★★★
Formstabilität Weniger gut, da es bei Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen stärker arbeitet.
★★★☆☆
Hohe Formstabilität durch mehrschichtigen Aufbau
★★★★★
Verlegung Meist vollflächige Verklebung, fachgerechte Verlegung besonders wichtig
★★★☆☆
Je nach Parkettart schwimmende Verlegung oder vollflächige Verklebung möglich
★★★★★
Optik / Maserung Echtes Massivholz mit durchgehender Holzsubstanz
★★★★★
Optisch oft kaum von Massivparkett zu unterscheiden, sichtbare Holzschicht ist aber nur die Nutzschicht.
★★★★☆
Anschaffungskosten Meist höher, besonders bei hochwertigen Holzarten und aufwendiger Verlegung
★★★☆☆
Oft günstiger, hochwertige Varianten können aber vergleichbar teuer sein.
★★★★☆
Laufende Renovierungskosten Höher, weil Massivparkett mehrfach abgeschliffen und anschließend neu geölt oder versiegelt werden muss.
★★★☆☆ 
Meist niedriger, weil weniger Renovierungen möglich sind.
★★★★☆ 
Wirtschaftlichkeit über die Nutzungsdauer  Sehr gut, wenn der Boden über viele Jahrzehnte gut gepflegt und dadurch ein kompletter Austausch vermieden wird.
★★★★★ 
Gut, besonders bei hochwertiger Nutzschicht. Bei günstigen Varianten kann ein früherer Austausch die Wirtschaftlichkeit verschlechtern.
★★★★☆ 
Nachhaltigkeit Sehr gut bei langer Nutzung, regionaler Herkunft und mehrfacher Renovierung
★★★★★
Gut bis sehr gut, da weniger Holz eingesetzt wird. Qualität, Klebstoffe und Herkunft sind entscheidend.
★★★★☆
Wohngefühl / Wertigkeit Sehr hochwertig, langlebig als klassischer Holzboden
★★★★★
Ebenfalls hochwertig, aber stärker abhängig von Produktqualität
★★★★☆
Reparaturfähigkeit Sehr gut, besonders bei vollflächig verklebtem Parkett und ausreichender Stärke
★★★★★
Gut, aber stärker begrenzt durch Nutzschicht, Aufbau und Verlegeart
★★★☆☆ bis ★★★★☆
Raumklima / Feuchtigkeit Reagiert stärker auf Luftfeuchtigkeit und Temperaturschwankungen
★★★☆☆
Formstabiler und weniger anfällig für Dimensionsveränderungen
★★★★☆
Holzart Große Auswahl an Holzarten, Verhalten hängt stark von Holzhärte, Quell- und Schwindverhalten ab.
★★★★☆
Ebenfalls große Auswahl, bei Fußbodenheizung und stärkerer Nutzung sollte die Holzart sorgfältig gewählt werden.
★★★★☆
Pflegeaufwand Pflege hängt vor allem von der Oberflächenversiegelung (geölt oder lackiert) ab.
★★★★☆
Pflege hängt stärker ab von Oberflächenversiegelung als vom Aufbau.
★★★★☆
Renovierung einzelner Schäden Einzelne Schäden lassen sich bei ausreichender Stärke und fachgerechter Verlegung sehr gut ausbessern.
★★★★★
Kleinere Schäden können repariert werden, tiefe Schäden sind durch die begrenzte Nutzschicht schwieriger auszubessern.
★★★★☆

Parkett auf Fußbodenheizung: klarer Vorteil für Fertigparkett

Derzeit werden üblicherweise zweierlei Arten von Fußbodenheizung (FBH) eingesetzt. Zum einen gibt es die elektrischen Fußbodenheizungen, bei denen Heizmatten oder Heizkabel unter dem Bodenbelag verlegt und über den Hausstrom betrieben werden.

Bei wasserführenden Fußbodenheizungen dagegen werden Rohre im Boden verlegt, durch die warmes Wasser fließt. Dieses Wasser wird durch ein Heizsystem erwärmt, das mit einem Gasheizkessel, einer Wärmepumpe oder Solaranlage, verbunden ist.

Parkettböden lassen sich auf beide Arten von FBH verlegen, allerdings empfehlen wir dafür Mehrschichtparkett. Denn der kreuzweise verleimte Aufbau aus mehreren Schichten Holz macht es formstabiler. Dadurch reagiert es auf regelmäßige Temperaturwechsel deutlich gelassener als massives Parkett. Das bedeutet, es quillt und schwindet weniger.  

In unserem Ratgeber “Parkett und Fußbodenheizung – geht das gut?” geben wir Ihnen weitere Tipps für die Parkettverlegung auf einer Fußbodenheizung.

Auch in Küche, Bad und Wintergärten?

In Nassräumen, wie z. B. Küche oder Bad, herrscht im Allgemeinen eine höhere Luftfeuchtigkeit und es kann dort kurzfristig auch mal zu stehendem Wasser kommen. 

Auch für diese Räume empfehlen wir Ihnen Mehrschichtparkett, da es bedingt durch seinen mehrschichtigen Aufbau mit solcher Beanspruchung deutlich besser umgehen kann. 

Was Sie bei der Parkettverlegung noch beachten sollten, können Sie in unserem Ratgeber “Parkettboden im Bad – Ihre Fliesenalternative” nachlesen. 

Kosten für Massiv- und Fertigparkett: Was ist langfristig günstiger?

Um herauszufinden, welche Variante langfristig kostengünstiger ist, müssen verschiedene Posten berücksichtigt werden. Zum einen sind es die Anschaffungskosten, die für den Einbau anfallen, und zum anderen müssen die Folgekosten berücksichtigt werden.

Dazu gehören beispielsweise Pflegemittel, Abschleifen bei Schäden, Versiegelung nach Neuverlegung etc. Generell können Sie den Gesamtpreis senken, indem Sie so viel wie möglich in Eigenleistung erbringen.  

Tipp:

Anschaffungskosten variieren

Der Preis sowohl für Massivholzparkett als auch für Mehrschichtparkett fängt bei ca. 50 €/m² an. Je nach eigenen Wünschen variieren die Preise und sind nach oben hin offen, aber ähnlich. 

Was die Anschaffungskosten dann noch erhöht, ist das drumherum bzw. alles das, was noch dazugehört, z. B.:

  • Untergrundvorbereitung
  • Verlegeart 
  • Werkzeug
  • Oberflächenbehandlung

Die folgende Tabelle gibt Ihnen eine grobe Übersicht, mit welchen Kosten Sie zusätzlichen zum Paketpreis rechnen müssen. Dabei gehen wir davon aus, dass alles in Eigenleistung erbracht wird.

Kostenpunkt Massivholzparkett 
(vollflächig verklebt)
Mehrschichtparkett 
(Klicksystem, schwimmend verlegt)
Parkett ca. 50 €/m² ca. 50 €/m²
Kleber 8–15 €/m² entfällt
Grundierung / Spachtelmasse oft 5–15 €/m² selten nötig
Trittschalldämmung entfällt meist 2–8 €/m²
Dampfbremse meist nein oft 1–3 €/m²
Schleifen nach Verlegung 15–30 €/m² (wenn roh / unbehandelt) entfällt
Öl/Lack/Versiegelung 5–15 €/m² entfällt
Randfugen/Übergangsprofile ähnlich ähnlich
Werkzeuge/Maschinen Schleifmaschine etc. deutlich weniger notwendig
Zeitaufwand für Verlegung etc.* hoch mittel bis gering
* Dieser Punkt ist mit Geld nicht aufzuwerten, sollte aber gerade deshalb berücksichtigt werden. Mit seinem Klick-System und wenig Untergrundvorbereitung liegt Mehrschichtparkett hier deutlich vorn.
Gesamtsumme für Erstanschaffung Massivholzparkett entspricht etwa 80–110 €/m²  Gesamtsumme für Erstanschaffung Mehrschichtparkett entspricht etwa 60–80 €/m²
Szenario (Raum mit 40 m²) Summe Szenario(Raum mit 40 m²) Summe
günstiger Verlauf ca. 3.450 € günstiger Verlauf ca. 2.500 €
realistischer Mittelwert ca. 3.900–4.300 € realistischer Mittelwert ca. 2.700–2.900 €
schwieriger Untergrund bis 5.000 € / /

Fazit

Gehen wir von einem 40 qm-Raum aus und rechnen mit den realistischen Mittelwerten, dann liegen die Anschaffungskosten für Massivholzparkett im Vergleich zum Mehrschichtparkett um ca. 1300 € höher.

Folgekosten beachten

Ist Ihr neuer Parkettboden erst einmal verlegt, sollten Sie ihn gut pflegen, damit er auch lange schön bleibt. Dafür gibt es spezielle Produkte zur Bodenpflege, die Sie regelmäßig anwenden sollten. 

Diese Pflegemittel, das Abschleifen bei tiefen Kratzern oder eine Neuversiegelung gehören zu den Folgekosten, die nach der Erstanschaffung anfallen. 

Um diese Kosten einschätzen zu können, stellen wir folgende Holzböden gegenüber:

Massivholzparkett Mehrschichtparkett
vollflächig verklebt  3-Schicht-Klickparkett 
20 mm massiv Nutzschicht: 3-4 mm
geölt lackiert
Nutzungsdauer: typischerweise 60 – 100 Jahre Nutzungsdauer: typischerweise 20 – 35 Jahre
Abschleifen: etwa alle 15 – 20 Jahre, insgesamt 4-6x Abschleifen: etwa alle 10 – 15 Jahre, realistisch 2x

Um vergleichbare Werte zu erhalten, gehen wir von einer 60-jährigen Nutzungsdauer beider Parkettarten aus. 

Vergleich:

Gesamtkosten Massivholzparkett über 60 Jahre Gesamtkosten Mehrschichtparkett über 60 Jahre
Erstanschaffung 95 €/m²  140 €/m²(der Boden wird innerhalb von 60 Jahren einmal komplett getauscht, also insgesamt 2x Erstanschaffung)
Renovierung (= Abschleifen & Neuversiegelung ⇾ 35 €/m² pro Renovierung)  105 €/m²  140 €/m² (2x Renovierung pro Parkettboden, also insgesamt 4x Renovierung für 2 Parkettböden)
Pflege 90 €/m² (ca. 1,50 €/m² pro Jahr) 45 €/m² (ca. 0,75 €/m² pro Jahr)
Gesamtkosten über 60 Jahre  290 €/m²  325 €/m² 
Gesamtkosten pro Jahr gerechnet 4,80 €/m²  5,42 €/m² 

Ergebnis:

Parkettverlegung: Was ist einfacher, was sollte ein Fachbetrieb übernehmen?

Hier zeigen wir Ihnen die Vor- und Nachteile beider Varianten. Die Unterschiede bei der Verlegung sind erheblich und wirken sich direkt auf Aufwand, Kosten und Risiko aus.

Massivholzparkett: Vollflächiges Verkleben als Standard

Massivparkett wird in der Regel vollflächig auf den Untergrund geklebt – auch von unserem Domke-Team. Eine schwimmende Verlegung wird nur in Ausnahmefällen durchgeführt.

Dafür muss der Untergrund absolut eben, trocken und natürlich tragfähig sein. Außerdem muss der Klebstoff fachgerecht aufgetragen werden. Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Parkettverklebung hilft Ihnen dabei, den richtigen Kleber zu finden und ihn fehlerfrei aufzutragen. 

Gerade weil Massivholzparkett bis zu 100 Jahre liegen bleiben kann, erfordert die Verlegung ein hohes Maß an Erfahrung und Professionalität. Falsch verlegt kann es sich verziehen oder zur Fugenbildung kommen. Im schlimmsten Fall müssen Sie das Parkett in wenigen Jahren erneuern. 

Tipp


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Mehrschichtparkett: schwimmend verlegen oder verkleben

Mehrschichtparkett ist beim Einbau flexibler. Je nach Produkt und Vorlieben haben Sie die Wahl zwischen verkleben und schwimmend verlegen über ein praktisches Klicksystem. Das Klicksystem macht es gerade für DIY-Handwerker einfacher und ermöglicht einen späteren Ausbau, z. B. bei Mietwohnungen. 

Nachhaltigkeit bei Parkett: Worauf es wirklich ankommt

Um einen Fußbodenbelag als nachhaltigen Bodenbelag zu bezeichnen, müssen mehrere Faktoren berücksichtigt werden:

  • Herkunft des Holzes: Regionale Holzarten (aus Deutschland oder Europa) punkten vor allem durch kurze Transportwege, was viele Ressourcen spart. Durch den Kauf von Holz mit entsprechenden Gütesiegeln (z. B. FSC oder PEFC) leisten Sie einen weiteren großen Beitrag zur Nachhaltigkeit.   
  • Rohstoffverbrauch: Holz ist zwar ein nachwachsender Rohstoff, aber auch diesen sollte man verantwortungsvoll und sparsam einsetzen. 
  • Langlebigkeit: Je länger ein Holzboden genutzt werden kann, desto ökologischer ist er.
  • Kleber und Emissionen: Hier sollte man auf die Qualität achten und nach möglichen Öko-Zertifikaten Ausschau halten. Bedenkliche Kleber können gesundheitsgefährliche Emissionen freisetzen.  

Man kann nicht pauschal sagen, ob Massivparkett oder Mehrschichtparkett nachhaltiger ist. Nachhaltigkeit bei Parkett entscheidet sich weniger an der Bauart allein, sondern daran, wie effizient Materialeinsatz, Lebensdauer und tatsächliche Nutzung zusammenpassen. 

Ein gutes Beispiel dafür ist Bambusparkett. Bambus ist ein sehr schnell wachsendes, verholztes Süßgras, das sehr robust ist und eine hohe Nutzungsdauer hat. Da es jedoch in China angebaut wird, ist der Transportweg sehr lang und kostet viele Ressourcen.

Mit dem Kauf von zertifizierten Produkten, einer professionellen Verlegung und einer maximalen Nutzungsdauer kann man jedoch dazu beitragen, seinen ökologischen Fußabdruck zu verringern. Dasselbe gilt auch für Tropenholz-Parkett.

Die Entscheidung: Welches Parkett passt zu Ihrer Wohnsituation?

In der folgenden Tabelle sehen Sie Beispiele für verschiedenen Wohnsituationen und unsere Empfehlungen dazu:

Situation Budget Empfehlung Warum
Altbau, keine FBH Mittel bis Hoch Massiv Holzbalken, Charakter, lange Nutzung angestrebt
Neubau mit FBH Mittel Mehrschicht Formstabilität, Wärmeleitung, flexible Verlegung
Eigentumswohnung, langfristig Hoch Massiv Wertsteigerung, maximale Lebensdauer, Investition rechnet sich
Mietwohnung, temporär Gering bis Mittel Mehrschicht Schwimmend verlegbar, entfernbar, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Haushalt mit Kindern/Haustieren Mittel bis Hoch Beide Parkettarten möglich Harte Holzart mit dicker Nutzschicht verwenden, Oberflächenbehandlung sorgfältig wählen
Tipp: unser Ratgeber “Der passende Fußbodenbelag fürs Wohnen mit Haustieren
Starkes Raumklima-Gefälle Mittel Fertig Formstabiler Aufbau sinnvoll bei wechselnden Klimabedingungen
Stark frequentierter Flur Mittel bis Hoch Massiv viele Abschleifzyklen möglich, harte Holzart wählen

7 Tipps für Ihren Parkettkauf

Diese Tipps sollen Ihnen dabei helfen, beim Parkettkauf die richtige Entscheidung zu treffen und langfristig Freude am Boden zu haben:

1. Lassen Sie sich nicht nur vom Preis leiten

Der Quadratmeterpreis allein sagt wenig über die Qualität eines Parkettbodens aus. Achten Sie auch auf Nutzschichtstärke, Herkunft des Holzes und die Oberflächenversiegelung. 

2. Achten Sie auf die Nutzschicht

Vor allem bei Mehrschichtparkett entscheidet die Nutzschicht darüber, wie oft der Boden später abgeschliffen werden kann. Ein Blick ins technische Datenblatt lohnt sich daher immer.

3. Prüfen Sie die Eignung für Fußbodenheizung

Klären Sie vor dem Kauf, welche Fußbodenheizung bei Ihnen verbaut ist und welche Vorlauftemperaturen genutzt werden. So vermeiden Sie spätere Schäden oder Probleme mit der Garantie. Denn nicht jedes Parkett passt zu jedem Heizsystem. 

4. Sorgen Sie für einen geeigneten Untergrund

Ein stabiler und trockener Untergrund ist die Grundlage für ein lange nutzbares und schönes Parkett. Restfeuchte, Unebenheiten oder ein ungeeigneter Aufbau sollten vor der Verlegung unbedingt geprüft werden. Unterschätzen Sie nicht die Zeit, falls ein neuer Unterbau angefertigt werden muss. 

5. Wählen Sie die passende Holzart für Ihren Raum

Harte Holzarten wie Eiche eignen sich besonders gut für stark beanspruchte Bereiche, während weichere Hölzer eher für weniger frequentierte Räume geeignet sind.

6. Denken Sie an die richtige Pflege

Jeder Parkettboden braucht eine Oberflächenversiegelung, die zu Ihrem Nutzungsverhalten passt. Mit der regelmäßigen Pflege bleibt das Holz lange schön und die Lebensdauer des Bodens wird deutlich verlängert.

7. Wählen Sie die passende Verlegeart und achten Sie auf eine saubere Ausführung

Die richtige Verlegeart beeinflusst Komfort, Haltbarkeit und Aussehen des Parketts. Ebenso wichtig ist eine präzise Ausführung: ungenaue Abstände, fehlende Dehnungsfugen oder unsaubere Anschlüsse können später zu Problemen führen.

Das Team von Domke hilft Ihnen, den richtigen Fußbodenbelag für Ihre Räume zu finden!

In einer persönlichen Beratung klären wir die wichtigsten Fragen zu Untergrund, Heizsystem und Optik und finden für Sie den passenden Bodenbelag. Manchmal reicht auch eine Parkettsanierung – sprechen Sie uns an! Auch darauf sind wir spezialisiert und führen diese schnell durch.

Häufige Fragen (FAQs)

Ist Fertigparkett schlechter als Massivparkett?

Nein. Keine Variante ist grundsätzlich besser. Bei Fußbodenheizung oder wechselndem Raumklima kann die Fertigvariante sogar die sinnvollere Wahl sein. 

Wie oft kann man Fertigparkett abschleifen?

Das hängt von der Nutzschichtstärke ab. Bei 2-3 mm ist eine Renovierung möglich. Bei 4-5 mm können zwei bis drei Schleifgänge durchgeführt werden. Ab 6 mm lässt sich der Boden mehrfach abschleifen wie einfaches Massivparkett.

Welches Parkett ist besser bei Fußbodenheizung?

Die Fertigvariante ist aufgrund ihrer Formstabilität fast immer besser geeignet. In unserem Ratgeber “Parkett und Fußbodenheizung – geht das gut?” erfahren Sie, unter welchen Bedingungen Massivparkett verwendet werden kann. 

Was ist teurer: Massivparkett oder Fertigparkett?

In der Anschaffung ist Massivparkett teurer. Berechnet man die Folgekosten über eine Nutzungsdauer von 60 Jahren, dann ist Massivparkett günstiger. 

Welches Parkett hält länger?

Massivparkett kann bei guter Pflege bis zu 100 Jahre halten. Fertigparkett hält je nach Nutzschichtstärke 20 bis 50 Jahre. Bei beiden entscheiden Nutzungsverhalten, Pflege und rechtzeitige Renovierung über die tatsächliche Lebensdauer.

Kann man Fertigparkett renovieren?

Ja, innerhalb der Grenzen der Nutzschicht. Ab 3 mm ist Abschleifen und Neuversiegeln möglich. Darunter empfiehlt sich eine oberflächliche Auffrischung oder langfristig der Austausch. Ein Fachbetrieb wie Domke beurteilt den Zustand zuverlässig vor Ort.


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Stefan Domke

Stefan Domke ist Firmeninhaber der „Domke Parkett GmbH“ und hat mittlerweile über 20 Angestellte, mit denen er fast jeden Wunschboden liefern kann. Mit seinem Fachbetrieb bietet er seit über 10 Jahren diverse Bodenverlegearbeiten in ganz Berlin und Brandenburg an und übernimmt dabei die Baustellenkoordination.

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